Fmidssli'Mtcn in Syrien und Waffensiillstand. 59t
Ziehung auf Tortosa derselben Bedingung sich unter-warfen ^ ^
Vibars gab aber den beyden Ritterorden Frieden nurin der Absicht, seine Macht gegen den Fürsten Vormund vonAntiochien zu richten; denn dieser Fürst hatte aufs neue de»
Haß des Sultans wider sich dadurch aufgeregt, daß er nochimmer unablässig sich bemühte, die Mogolen, welche Vibarsals die gefährlichsten Feinde des Islams fürchtete, zumKriege gegen die Moslims aufznreizen Unmittelbar
nach der Eroberung der Burg der Kurden erließ Vibars anBoemund ein drohendes Schreiben '»), welches den Fürstenum so mehr ängstigte, als er damals auch vor den Nach-stellungen der furchtbaren Genossenschaft der Jsmaeliten oderAssassinen sich fürchtete. Voemund wagte daher es nichtmehr auf die Jagd zu gehen, und als der Sultan solcheserfuhr, so sandte er ein von ihm getödtetes Reh, eine Hyäneund anderes Wildpret in Schnee eingelegt an den Fürstenund ließ ihm dazu sagen: „ich höre, daß du ans Furchtfür dein Leben nicht mehr aus Tripolis herauszukommenwagst und dem Vergnügen der Jagd entsagt hast, ich sendedir dieses Wildpret, um dich zu trösten." Hierauf brach er Aprilin die Grafschaft Tripolis ein, zerstörte den Thurm von Mai
17.) izciiwuct Lxtraits x. Z 2 Ü.
13 ) Hr. Reinaud kx.MöAnm.) thciltaus der Fortsetzung der Chronik desElmakin folgende Erzählung mit,welche zwar dem mogolischen Charak-ter nicht widerstreitet, doch aber viel-leicht kaum glaublich ist. Als umdiese Zeit der Fürst Boemund zu demChan Abaga nach Baalbek kam unddie Macht des Sultans Bibars alsunüberwindlich schilderte, so lieg derChan ihn auf den Bauch legen undmit Ruthen streiche», indem er sprach:
Bist du nur gekommen, um unsFurcht einzuffögen? Hierauf entlisgder Chan den Fürsten, ohne dessenAnsuchen zu gewähren.
ig) In diesem Schreiben kamen dieWorte vor: „Wohin willst du vormir fliehen? Bey Gott! nichts kannmich hindern, dein Herz auü deinemLeibe zu reigen und zu braten, undAbaga wird dir nicht helfen können."Fortsetzung der Chronik dcS Elmakinbey Neinaud a. a. O.