590 Geschichte der K rcuzzügc. Duch VIII. K a p. XVIII.
3-^br. am 7 . April durch einen Vertrag dem Sultan zu übergeben,nachdem die Belagerung fünfzehn Tage gewährt hatteworauf Bibars von diesem Ereignisse dem Meister der Jo-hanniter, Hugo von Reval, Nachricht gab in einem Briefe,welcher mit den Worten anhub: „Dem Bruder Hugo, mögeihn der Herr denen beygesellen, welche nicht den Rathschlüs-sen Gottes widerstreben und dem Herrn des Sieges gehor-chen! wir thun ihm kund, was Gott für uns gethan hat;du hattest die Burg der Kurden befestigt und mit einer Be-satzung, welche aus den trefflichsten Brüdern deines Ordensbestand, versehen. Es hat dir nichts gefruchtet, du hast nurdadurch den Tod deiner Brüder beschleunigt, und ihr Todwird dein Verderben seyn n)." Durch dieses Schreibenwurde nach den arabischen Nachrichten der Meister der Jo-hanniter so sehr geschreckt, daß er um einen Waffenstillstandbat, welchen ihm der Sultan bewilligte unter der Bedin-gung, daß die Hospitaliter ihre Burg Markab nicht durchneue Befestigungen verstärken dürften. Gleichzeitig gewährteer auch einen Anstaiidfrieden den Templern, welche in Be-
io) Nach Marinus Sanutus ca. a.O.) begann Bibars die BelagerungveS Schlosses der Kurden am 18. Fe-bruar 1271, und am 8. April wurdedie Burg von den Hospitalitern über-geben snon valentes ampiins loonmäekenäeie gut intus eranr, saivisxersonis rcäliiUcre castrum ); nachder wahrscheinlichern Angabe vonAbulfeda (Lnn. mosi. r. V. p. 26. 28 )wurde die Belagerung am g. Stha-ban Lös lag. März 1271) angefangen,und die Burg am 24. desselben Mo-nats l7. April) übergeben. Nach denarabischen Nachrichten bcy Reinauda. a. O. dauerte die Belagerung nureinige Tage, AuS dem oben mitge-
tbeilten Briese des Sultans an denMeiner der Johanniter scheint zu fol-gen, das) Bibars nicht die Abfuhrhatte, den mit der Besatzung vonHeSn Alakrad geschlossenen Vertrag znerfüllen. Nach Abulfaradsch scstrro».8^1. x. §47) eroberte der Sultan Bi-bars die Burg der Kurden zwar mitSturm, tödtete aber daselbst keinenChristen, sondern ließ die christlichenEinwohner, so viele eS wollten, ruhigdaselbst bleiben und die übrigen nachTripolis abziehen.
n) Die Anfangsworte dieses Brie-ses sind mitgetheilt worden von demarabischen Geschichtschreiber Jasei bei)Neinaud x. zaz. Z2ö.