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7,2 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
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544 Geschichte der Kreuzzüge. Duch VIII. Kap.XVII.

nachdem die Schiffer im Einverständnisse mit dem KönigeLudwig, um Klippen und Untiefen zu vermeiden, währendder Nacht auf dem hohen Meere und so fern als möglichvon der Gegend, wo sie Land vermutheten, sich gehaltenhatten, die sardinische Küste, zwar noch in weiter Entfer-nung, sichtbar wurde.

Die Wahl des Hafens von Cagliari zum Sammelplätzeder Pilgerflotte war keinesweges glücklich, und Ludwig hatte,als er den nachfolgenden Pilgerschiffen die Weisung gab,daselbst mit ihm sich zu vereinigen, nicht bedacht, daß diePisaner, welche damals Sardinien beherrschten, nicht geneigtseyn würden, den Schiffen der Genueser, ihrer Widersacher,eine gastfreundliche Aufnahme zu gewähren. Nur mit vielerMühe gelangten die Pilgerschiffe an die sardinische Küste,weil der heftige Wind, welcher sich erhob, ihnen entgegenwar; aus einer an der Küste liegenden Abtey, zu welcherdie Boote gelangen konnten, wurden die Pilger zwar mitfrischem Wasser und grünen Krautern erquickt; der pisani-sche Burgvogt von Cagliari aber überließ nur mir Unwillendem Könige für Geld Wasser, grüne Kräuter und einigeBrote, und die Einwohner der Stadt flohen mit ihren Hab-seligkeiten in entfernte Gegenden der Insel, weil sie einenfeindlichen Ueberfall von Seiten der Pilger befürchteten.Als Ludwig um die Aufnahme der kranken Pilger in dieBurg von Cagliari nachsuchte, so lehnte der Burgvogt die-ses Ansuchen ab, indem er den Kranken nur die Aufnahmein die untere Stadt, welche aus schlechten Erdhütten be-stand, gewähren wollte. Selbst in dem Einkäufe der Le-bensmittel fanden die Pilger Schwierigkeiten, weil die Ein-wohner der Stadt Cagliari und des umliegenden Landessowohl ihr Vieh als ihre Früchte verborgen hatten und, wassie hergaben, nur für übertriebene Preise und mit jeder mög-