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523 Geschichte der Kreuzzüge. B n ch VIII. K a p. X VI.
' gegen ein Lösegeld aus der Sklaverey entlassen hatte, mittenim Waffenstillstände wieder einholen und aufs neue in Fes-seln legen, wofür ihn der Sultan durch die Verheerung deSLandes von Tyrus strafte"); und der Ritter Wilhelm,Burgvogt zu Kossair bey Antiochien, erschmeichelte dadurchdie Gunst des Sultans, daß er ihm verrietst, was bey de»Christen und Mogvlen vorging "). Bibars hatte daher voll-kommen Recht, als er den Gesandten des Königs Karl vonSicilien, welche um Schonung für die syrischen Christenbaten, zur Antwort gab, daß es nicht von ihm abhinge,den Untergang der Franken zu hindern, weil sie selbst anihrem Verderben arbeiteten, und der kleinste unter ihnen zuzerstören pflegte, was der größte zu Stande gebracht hatte"").
In eben dem Maße als die syrischen Franke» den Sa-racenen verächtlich geworden waren, wurde der Sultan Bi-bars dagegen selbst im Abendlande gefürchtet. Nicht nurder König Karl von Sicilien bewies dem siegreichen Sultandamals durch eine Gesandtschaft seine Ehrerbietung und batfür seine Unterthanen um die Fortdauer der Begünstigun-gen, welche ihnen im Handel mit Aegypten und Syrien inder Zeit des Kaisers Friedrich deS Zweyten waren zugestandenworden; sondern es befand sich unter den sicilischen Gesandtenauch ein päpstlicher Abgeordneter, welchem der Sultan, als erihn erkannte, zwar Vorwürfe deshalb machte, daß er seineSendung verheimlicht hatte, hernach aber freundliche Behand-lung gewährte; und auch der unglückliche Konradin warbdurch eine Gesandtschaft um die Freundschaft des Sultans;wogegen Bibars dem Schutze des letzten Hohenstaufen dieMuselmänner empfahl, welche den Kaiser Friedrich und dessen
41) Ebn Fercitb bev Nelnaub a. <i. O.43) Ebn Abvorrabim bev Retnaud1?. 532. S. oben S. 523-
44) Ebn Ferath bey Relnaud x. 5-5-