Unternehmungen des Sultans Vibars. 515
Vibars seine Lander von einem neuen Einbrüche der Mogo- 2 Ar.len bedroht sah, und er für die Kosten des heiligen Kriegesvon seinen Unterthanen in Aegypten, Arabien und den In-seln des rothcn Meers den Zehnten des Ertrags ihres Viehesund ihrer Aecker unter dem Namen der Gottessteuer for-derte: so wurde diese Steuer mit Willfährigkeit entrichtet;nur der Emir von Medinah versuchte es, jedoch ohne Erfolg,dieser Abgabe sich zu entziehen.
Dibars war vor Allem darauf bedacht, seine Landergegen die Verwüstungen der mogolischen Horden zu sichern;und da die Stadt und Burg von Safed durch ihre Lageihm vorzüglich geeignet schienen, das Bollwerk seines Reichszu bilden, so kam er im Frühlinge des Jahrs 1267 nachSyrien, um die Mauern jener Stadt in vollkommenen Standzu setzen und ihre Graben zu vertiefen, und der Sultannahm nach seiner Gewohnheit selbst thatigen Antheil an die-ser Arbeit und ermunterte seine Emire zur Nachahmung sei-nes Veyspiels. Die Ritterschaft von Ptolemais wurde durchdie Nahe des furchtbaren Sultans und seines Heers beun-ruhigt und sandte daher Abgeordnete, um Frieden anzutra-gen 3 ). Vibars aber antwortete nicht auf die Anträge derchristlichen Abgeordneten, zog mit einem Theile seines Heersgen Ptolemais, erschien plötzlich am 2. Mai vor den Mauern g.Matdieser Stadt, tauschte die Christen durch die Paniere derTempler und Hospitaliter, welche seine Schaaren führten,erschlug alle geringen Leute, welche auf deu Feldern undAeckern in Ruhe und Sicherheit arbeiteten, und kehrte mitmehr als fünfhundert gefangenen Christen am andern Tage
2) Droits äs Oisu. Mllkrisi zum Vgl. ^tiuitcäas LUN. wosl. Lll L.
Jahre d. H. sss bc» Nciuaud t>. §02. 66s. '0. V. x. 20.
3) Makrisi t-ey Lieiuaud a. «. O.
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