Druckschrift 
7,2 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
Entstehung
Seite
498
Einzelbild herunterladen
 

I. Cl,r-iröL.

408 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap.XV.

nur deswegen zinsbar seyd, weil ihr meiner Hülfe entbehrt,da ihr jene Abgabe zu entrichten fortfahrt, während ich mitmeinen Truppen in eurer Nähe bin; ich sehe wohl, daß esnöthig seyn wird, euch anszurotten und eure Burgen inTodtenäcker umzuwandeln. Ihr würdet besser thun, euerGeld und eure Truppen mir zu senden und an den Beloh-nungen des heiligen Krieges Theil zu nehmen^)." Nach-dem durch den Waffenstillstand, welchen Bibars den Johan-nitern bewilligte, die Jsmaeliten von der Jinsbarkcit warenbefreit worden, so übersandte der Scheich derselben das Geld,welches er bisher den Christen bezahlt hatte, an den Sultanund ließ ihm sagen:Wir überreichen dieses Geld, welchesbisher den Feinden des Islam zu gute kam, dem Sul-tan, damit er zum Vesten nnsers Glaubens cs verwendenmvge^)." Gleichzeitig erwirkte sich auch die Ritterschaftvon Berytus von dem Sultan Bibars die Bewilligung einesWaffenstillstandes

Den Christen war die Waffenruhe, welche in Folge die-ser Verträge eintrat, um so erwünschter, als sie nicht langezuvor außer dem Verluste von Safed noch mehrere andereempfindliche Verluste erlitten hatten. Nicht nur war imAugust des Jahrs 1266 der Graf von Revers zu Ptole-mais gestorben; sondern auch ein Streifzug, welcher von demNeichsverweser von Cypern, Hugo von Lusignan, nebst dercyprischen Ritterschaft, von Gottfried von Sergines mitsämmtlichen französischen Rittern und von den drey geistli-chen Ritterorden in das Land von Liberias war unternom-men worden, hatte einen sehr unglücklichen Ausgang ge-nommen^). Da diese Ritterschaften auf diesem Zuge nicht

70) Arabische Lebensbeschreibung 71) Makrisi bey Neinaud x. Zoo.bes Sultans Bibars bey Reinaud 7a) Nciiiausi Lxlrairs p. 50z.i>. 4 so- 7z) Hugo von Lusignan kam im Au