496 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. XV.2^^'andere Schlösser Hierauf gaben die Templer ihre bis-
ö?) Nach dem Berichte des Abul-feda (LiiiiLl. mos!, i'. v. lfl) unddes Makrisi (Key Neinaud x. Mi)ging der Sultan den Truppen, welchesiegreich aus Armenien zurückkehrten,entgegen, schenkte ihnen seinen An-theil an der Beute und belohnte sienoch durch andere Bewilligungen.Auf dem Wege dahin gelangte er »achKara (einer zwischen Oamascus undEmcssa liegenden und von Christenbewohnten Stadt, dem Lame derAlten) und erfuhr, dag die Einwoh-ner dieser Stadt ein Gewerbe darausmachten, Muselmänner aufzufanqenund als Sklaven an die Franken zuverkaufen. Nach einer von Neinaudinitgeiheiltcn Nachricht des Fortsehersder Chronik deü Elmakin war einägyptischer Maulthiertreibcr Key Karaerkrankt und von zwei, christlichenEinwohnern dieser Stadt beherbergtund gepflegt worden; als er genesenwar, so erboten sich diese beyden Män-ner, ihn zu begleiten, bemächtigtensich aber seiner Person, sobald sie mitihm allein waren, und verkauften ihnden Christen im Schlosse der Kurden,wo er so lange als Sklave blieb, bisKaufleute aus DamascuS ihn bestell-ten. Er erzählte hierauf in einer be-nachbarten muselmännischen Stadtsein Schicksal, und seine Erzählungkam dem Sultan auf seinem Durch-zuge zu Ohren. Bibars lieg jene bey-den Christen aus Kara, welche diesenMenschcnverkauf begangen hatten, so-fort zu sich rufen; sie leugneten zwaranfangs dieses Verbrechen, wurdenaber bald durch den als Sklaven vonihnen verkauften Maulthiertreiberüberführt, und der Sultan, welcherzugleich vernahm, dag die Bewohner
von Kara diesen Mcnschsnverkauf alSGewerbe betrieben, lieg alle an EinemOrte versammeln und enthaupte» ; dieStadt Kara wurde geplündert, diedortige Kirche in eine Moschee ver-wandelt, und der Sulian Bibarswies diese Stadt einer Colonie vonTurkomane» zum Wohnsitze an, umdaselbst mit der Viehzucht und demAckerbaue sich zu beschäftigen. Nachder Erzählung deü Abulfeda la. a. O.)wurde nur ein Thcil der christlichenBewohner von Kara auf den BefehlLeS Sultans geiödtet, ihre Sohnewurden als Mamluken nach Aegyptengeführt und daselbst unter den Türkei,zum Kriegsdienste erzogen l einige die-ser Knaben wurden später Emire. AbuSchamah ltCol. 204 ^..) erwähnt die,ser Begebenheit auf folgende Weise:
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oder 4. Dsulhadschah (664 — 3.oder 4. Sevtemb. 12ÜS) überfiel derSultan Nokneddin Bibars die christ-lichen Bewohner von Kara, tödiets siezum Lheil, machte einen Theil zu Ge-