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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
Entstehung
Seite
186
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Dieses Protokoll ist das merkwürdige Aktenstück,aus welchem der gelehrte v. G. Moldenhawer seinenPro-zeß gegen den Orden der Tempelherrn, Han. 1792. 8."herausgegeben. Er f-md es in der Bibliothek der Abtei8t. 6ermsin des I'rbs , die er während seines Aufent-haltes in Paris täglich besuchte, unter den Harlay'schenHandschriften auf. M. sagt selbst in der Vorrede seinesWerkes S. 8: Gleich bei der ersten flüchtigen Durch-sicht des Verzeichnisses stieß mir unter Xr. 329 ein kro-ce88us contra 'kempIarioZ aus. Ich erbat ihn mir,und erhielt ihn willig. Er war, wie es die eingestellteUntersuchung augenscheinlich bewährte, das Original,aus welchem Du ku)- (kuteanrm) den wichtigen Anhangzu seiner an sich so mittelmäßigen aber auch unvollende-ten Geschichte entlehnt hatte: .,kxtrait 6'un ^ros-A>8tre, intitule: 1'roce88u8 contra 'kempl." etc. S.115173. der ersten Ausg. v. I. 1654. 4.

M. erkannte nämlich in diesem Msc. die Identitätmit demjenigen, welches Du ?ux benutzt hatte, an her-ablaufendcn Randsirichcn, welche jener gelehrte Biblio-thekar genau an den Stellen machte, die er zu seinemIrxtrait benutzte, sowie an mehreren Glossen, welche hieund da hingestreut waren, und die nach allen äußernund innern Kennzeichen der Graphik und Semiotik mitdiplomatischer Genauigkeit geprüft, mit den Schristzü-gen von eigenhändigen Briefen jenes Gelehrten überein-stimmten.

Dieses merkwürdige Aktenstück ist auf grobem Pa-pier von dicken Fäden übergezogencn Linien geschrieben,und besteht aus 18 Heften, jedes von sechs Foliobogen,dessen erstes und letztes Blatt oben mit zwei, unten mitdrei Sigillcn der fünf Notarien gestempelt ist. Wie aberdas Mspt., das aus übergroßer Vorsicht in dem Ar-chive unserer lieben Frauen von Paris ver-wahrlich niedergelegt worden war, in die Händeeines Privatmannes (des Staatsraths Harlay) kam, bleibtein Räthsel. Vergl. Ilmt. lit. 6« In konArsx. de 8t.illnur, ordrs de 8t. Lenoit n Ilrux. 1770. kiek,p. XIII.