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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
Entstehung
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ländischen Wohlleben, achtete Reichthum als derGüter höchstes, sah mit Verachtung auf die übri-gen Ritterverbindungen von dem Gipfel seiner Machtherab, und übte, von Stolz und Ehrgeiz verblen-det, manche offene und geheime Ungerechtigkeit aus.Viele einzelne Mitglieder waren gewiß auch in dengröbsten Lastern versunken: doch können diese, nachgenauer Prüfung der Quellen-Schriften, nicht demganzen Orden, als statutenmäßig gebilligt oder ge-boten, vorgcworftn werden.

Wenn in einer Zeit, wo der leiseste Zweifel ander Rechtmäßigkeit der Priestcrherrschaft und an derWahrheit der Priesterlehre auf Len Scheiterhaufenführte, wo mit toller Wuth Manichäer, Stadingerund Albigenser durch Feuer und Schwert vertilgtwurden, jede geheime Verbindung ein Verbrechen,jede abweichende Lehre ketzerisch war, so mußten dieTempler schuldig erscheinen.

Es gab drei Grade im Orden, wovon die bei-den Letzteren bis auf den heutigen Tag mit einemgeheimnisvollen Dunkel umgeben sind. Den erstenGrad erhielt jeder sogleich bei der schon oben be-schriebenen öffentlichen Aufnahme. Ob die beidenletzteren aber die Verläugnung Christi und dieAnbetung eines Idols zur Bedingung machten, kannwegen der stets sich widersprechenden Zeugen-Aus-sagen nicht zur historischen Gewißheit ausgemitteltwerden.

Daß die Verspeiung des Kreuzes, als Symboldes Welterlösers, wie. es einige Zeugen aussagten,nicht Grundsatz gewesen sein könne, geht schondaraus hervor, daß laut der Statuten die Templersich in dem Besitze des h. Kreuzes wähnten, unddieses sogar durch den Ordensmarschall bei wichti-

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