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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
Entstehung
Seite
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protestirtc:das Geständnis sei ihm blos durch dieQualen der Tortur und durch die Furcht vor im- !

mer steigenden Martern abgenöthigt worden." Al- !

les hatte hier nochmalige Bekräftigung des schongethanen feierlichen Bekenntnisses erwartet. Mandenke sich nun das Erstaunen der Menge. DerCardinal steht anfangs wie versteinert und brichtdann plötzlich die ganze Ceccmonie ab, das Volk !

gibt Zeichen des Mitleides, Viele sind in Thranen.

Da spricht der entschlossene König in einem Staats-rathe (wahrscheinlich aus dem Kanzler Nogarct,dem Ritter Martigni, Bernhard Peletus u. A. be-stehend) ohne Zuziehung einer geistlichen Person, »

den Feuertod über sie aus.

An der Spitze der klinern Insel in der Seine, ^nicht weit von dem Kloster der Augustiner, auf demjetzigen Platze Dauphine, wo früher die Statue !Heinrichs IV. stand, wurde ein Scheiterhaufen er-richtet.

Am 19. Marz 1314 führte man den Groß-meister und seinen treuen Unglücksgefahrten Veitauf den Holzstoß. Wie schon das Feuer langsamangesacht war, und die Flamme immer höher stieg,soll Molay nochmals laut die Unschuld des Ordensverkündigt, und sogar den Papst und König binnenJahresfrist vor den Richterstuhl Gottes geforderthaben *),

Was diese Sage veranlaßt haben mag, ist derUmstand, daß Clemens bald nachher an einer schmerz-haften Krankheit starb (ec starb an heftigen Koli-ken in der Nacht vom 19 20 Apr. 1314 zuNoqucmaurc bei Avignon, gerade 40 Tage nach

*) S. Anmcrk. Z5.