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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
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henstm Familien, welche Angehörige in dem Ordenhatten, zur Rache, vor deren Ausbruch ihn nurseine List und Klugheit zu bewahren wußte.

Am besten benahm sich Markgraf Woldemarvon Brandenburg. Er ließ die Sache mehrereJahre auf sich beruhen, sodaß der Orden hier erstim I. 1318 seiner Auflösung entgegen ging.

Molay und seine Ordensbrüderauf dem Holzstoß.

Der Großmeister Jakob von Molay war zwarnicht der Mann, wie ihn der Tragiker Raynouardschildert"). Doch können wir nicht umhin, diesemGreise unser ganzes Mitleidcn zu zollen. Von derFülle der Jahre und der Last des Unglücks gebeugt,schwach an Gesundheit, ungeschickt als Vcrtheidigcr,und als Gefangener ohne Geld, von einem einzigendienenden Bruder umgeben, ein Mann, der sichselbst ölilos illiteratu8 et pauper nennt, saß er imKerker, und sah das schreckliche Ungewitter immernaher und naher sich zusammenziehen, welches denkühnen Adelsbund, der fast zwei Jahrhunderte ge-blüht, unter seiner Regierung mit einem Schlagezu vernichten drohte.

Der Papst, der schon die Verfügung getroffen,daß die Güter des Ordens nach dessen Aufhörenden Johannitern und dem Könige von Frankreichzufallen sollten, sing an, sich der Sache zu schämen,und solche innere Unruhe zu fühlen, daß er we-

*) Ues leniplivrs, trsgeüie psr U»vnv»cu'<l, ?ar.1806. Deursch v. C. F. Cramcr, Lpz. 1806, 8.