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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
Entstehung
Seite
126
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gen, die sich der Ungebildete nicht zu erklären weiß,der Einwirkung überirdischer Kräfte zuzuschrciben.Die frühesten Jahrhunderte hatten der Magie schonOpfer gebracht. Im Christenthume war Schwarz-kunst ein Prärogativ des Ketzers, die Templer daherals Ketzer auch Teufelskünstler. Bedenkt man, daßselbst noch ein Luther, der zuerst die Leuchte derAufklärung anzündcte, in dem Glauben an Zaube-rer, Hexen, Alraunen, Gespenster u. s. w. befan-gen war, so wird ein solches Urtheil zur Zeit derKreuzzüge weniger befremden. Gedankt sei es ei-nem Thvmasius, Wier, Becker und den MönchenLoos, Tanner und Spee, daß die Nebel jener Ver-finsterung schwanden.

9) Der Schwur, die Ordens güter zu ver-mehren mit Unrecht oder Recht. Diese Be-schuldigung dürfte den unbefangenen Gesichtsforscherum so mehr befremden, als gerade die Kläger (Do-minikaner), die ganze Clerisei und selbst Rom nichtausgenommen, sich desselben Verbrechens von jeher,vielleicht nur auf eine listigere Weise, schuldig ge-macht hatten, und sich auf jede Art bereichern zudürfen glaubten, wenn es das Wohl der Kirche galt.

10) Die Absolution, welche dieOrdens-vorsteher, ohne Priester zu sein, ange-deihen ließen, und zwar im Namen Got-tes statt imNamen der H. Dreifaltigkeit.Der Großmeister, sagte man, entbinde selbst vonungebeichteten Sünden. Dies war freilich nach da-maligen Begriffen ein starker Frevel gegen die Hie-rarchie.

11) Kein Noviziat. Es ist begreiflich,daß dieser Umstand, da das Noviziat sonst strengeOrdcnssitte war, den Richtern auffallen mußte.