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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
Entstehung
Seite
125
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wer Klostersitte? oder gar ein Erinnernngsfest anden Friedenskuß des h. Paulus?

6) Der leinene Gürtel der Ritter seiZeichen der Unzucht und berührt am Gö-tzenbilds des Baphomet. Man gab denBrüdern bei ihrem Eintritt in den Orden eine lei-nene Schnur, womit zuerst das scheußliche-Idol inder Mitccrnachsstunde umgürtet war, diese mußtensie auf dem bloßen Leibe tragen. Dadurch solltensie gewisser Zauberkünste theilhaftig geworden rmdvon den strengen Ordensregeln entbunvcn sein.

Mag diese Schnur auch verschieden von demeigentlichen Rittergürtcl (omAulum inUitare) gewe-sen sein, so war sie gerade bestimmt, ein Verwah-rungsmittel gegen die Unkeuschhcit abzugeben, sowiejenes Ritterzeichcn die moralische Bedeutung hatte,daß man an den Orden gebunden sei. Ein Zeugesagte ausdrücklich, daß der Gürtel erinnern sollte andas Gesetz, daß ein Bruder in sarazenischer Gefan-genschaft nichts weiter als eine solche Schnur fürseine Auslösung geben dürfe.

7) Die geheimen Capitel bei Nachtund bei verschlossenen und bewachtenThücen. Diese Anklage scheint die ungegründetstevon Allen gewesen zu sein. Die nächtlichen Zu-sammenkünfte waren eine alte Observanz der Be-nediktiner. In heißen Landern ist die Nacht undder früheste Morgen die angenehmste Tageszeit.Wie oft können übrigens geheime Kriegspläne ei-nen militärischen Orden vermocht haben, bei plötz-licher Nachricht von Gefahr sich in der Nacht zuversammeln?

8) Magie und Zauberei. Es liegt in derNatur des Menschen, außerordentliche Erscheinun-