Dominikaner trugen auch hier auf Folter an; dieMehrzahl der Bischöfe aber war dagegen. DieRitter behaupteten 1310 zu Ravenna ihre Unschuld,und wurden frei gesprochen.
Au Florenz geschah die Inquisition in der Kirchedes h. Aegidius gegen 10 Zeugen.
Die Vcrlaugnung und Verspciung des Kreuzesward gestanden. In der Mark Ankona wußten20 Zeugen nichts gegen den Orden aufzubringen*).
Au Messina bekannte ein Templer das Erschei-nen und die Verehrung einer Katze in den Kapi-teln. 32 Ritter aber verharrten auf der Behaup-tung ihrer und des Ordens Unschuld.
Auf Cypcrn geschah die Untersuchung im Maiund Juni 1310 gegen 110 Zeugen; fast Alle er-kannten den Orden für schuldlos.
In Deutschland erschien der Abt von Crudacein dem Kirchensprengel von Viviers als päpstlicherInquisitor. Zugleich ergingen an- die Erzbischöfevon Mainz, Trier, Cöln, Magdeburg und die Bi-schöfe von Eonstanz und Straßburg Bullen zur Er-greifung strenger Maßregeln.
Der Erzbischof von Magdeburg Burkard vonSchraplau war der einzige deutsche Prälat, welcherGewalt gegen den Orden gebrauchte.
Als die Synode zu Main; mitten im Berath-schlagen war, erschien der Wild- und RhcingrafHugo, welcher auf Grumbach, unweit Meisenheim(im jetzigen Rheinbaiern), Haus hielt, mit 20 wohl-bewaffneten Tcmpelbrüdern. Sie trugen sammtlichdie Kleidung des Ordens, unter den MäntelnPanzer.
') S. Anmcrk. Zl.