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Bei dem Letzten prasidirte der Erzbischof vonSan Jago die Eompostella, und hatte die Bischöfevon Lissabon, von Gacdia, von Zamoca, von Avila,von Astorga und von Lugo zu Beisitzern. Die Rit-ter wurden nach Abhörung der Zeugen für un-schuldig erklärt, — die Entscheidung jedoch an denPapst »verwiesen.
In Aragonien, wo der Orden verschiedene Städteund feste Plätze, unter andern das spanische Groß-priorat Monpon und die Festungen Miravette, Can-tavicia und Eastellot besaß, verfuhr man mit Strenge.Die Ritter begaben sich anfangs in ihre Festungs-werke und setzten sich in Verthcidigungs-Zustand. -—Im I. 1312 wurden sie aber auf dem Concil zuTarragona verhört, und von dem Verbrechen derKetzerei frei gesprochen; weil man trotz der Fol-ter das nicht in dem Orden fand, was das Ge-richt darin suchte *).
In Italien, wo alle Templer gefangen faßen,ward zwar nicht zu den Waffen gegriffen; das Ver-fahren gegen sie war aber darum nicht gelinder. —Ihr eifrigster Widerfacher war außer dem PapsteKarl H. von Anjou, Philipps Vetter und Königvon Neapel. Die Templer hatten seinem Neben-buhler, König Friedrich von Sicilien, mit Mann-schaft beigestanden, und dadurch veranlaßt, daß dieSicilianer ihre durch die berühmte Vesper begon-nene Losreissung vom Hause Anjou glücklich vollen-deten. Außer den Erzbischöfen von Floren; undPisa hatte auch der Erzbischof Rainald von Ra-venna Untersuchungen in seiner Residenz, in derLombardei, Toskana und Dalmatien eingestellt. Die
) S. Anmcrk. 30.