bestätigten und durch Privilegien begünstigten Or-den so eilfertig verfahren will, da sie mit dem Ab-sehungsürthcil über Kaiser Friedrich 32 Jahre ge-zögert hat. Ich will die Wahrheit nicht bloß durchZeugnisse von Ordcnsverwandten, sondern auch vonKönigen, Fürsten und Prälaten ans Licht bringen,und obschon es unter Letzteren Mehrere gibt, gegenwelche die Tempelherren ihre Rechte mit zu weit-getriebener Strenge behauptet haben, so will ich a:sdennoch auf jener Männer Zeugniß ankommen las-sen." Hieraus bat er die Commissaricn, doch zuberücksichtigen, wie kein Orden schönere Kirchen ge-baut, reichere Almosen gegeben, und tapferer gegendie Ungläubigen gekämpft habe, als der der Templer.Er erinnerte an die blutigen Tage vor Akkon undGaza, an das Treffen bei Mastourc, in welchemder junge Graf von Artois, ein Bruder des h.Ludwig, weil er dem Rathe des Tcmpelgroßmeistcrsnicht Folge geleistet, ein Opfer seiner Tollkühnheitgeworden. Als man ihm hieraus die Geständnissevorlas, welche er zu Chinon vor dem Papst unddem Großinquisitor gethan harte, so bekreuzigte er-sieh zweimal und gab durch andere Zeichen seingroßes Erstaunen zu erkennen, widerrief Alles, undsagte mit einem von Stolz und Unwillen erfülltenTone: „Wären päpstliche Commissarien Leute, de-nen man die Spitze bieten dürste, und hätten sichAndere, die minder hohe Würden bekleideten, un-terstanden, dergleichen Aussagen niederzuschreiben, sowüßte ich wohl, was ich hierauf zu antwortenhätte." Alsdann sagte der Großmeister: „Ichglaube an den einzigen Gott, an die Dreieinigkeitder Person, und die übrigen Lehren der katholischenKirche: ich glaube, daß nur ein Gott, eine Taufe,
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