Die Erlaubniß, mit den Brüdern das Lasterder Sodomiterei begehen zu dürfen, gleichsam alsLossprechung von dem Gelübde der Keuschheit, dasman nur auf das weibliche Geschlecht ausdehnte,bekannten 52 Ritter.
Was die schändlichen Küsse betrifft, welche derAufzunchmende dem Superior auf den Mund, Na-bel und auf das Ende des Rückgrats geben mußte,so gestanden 82 Ritter dieselben, jedoch unter gro-ßer Verschiedenheit ihrer Aussagen. Einige behaup-teten, sie haben nicht selbst geküßt, sondern sie seiengeküßt worden, andere küßten blos aus den Mund,oder auf die Brust, andere den bloßen Körper, an-dere nur die Kleider an jenen Orten.
Die Abgötterei und Anbetung eines scheußlichenIdols haben 68 Ordensbrüder ausgesagt. Eineebenso große Verschiedenheit der Aussagen herrschtauch hiervon. Einige haben das Götzenbild nie ge-sehen, andere haben es nicht angebetet. 75 Ritterläugneten jede Art von Abgötterei.
Die Männer, welche Muth genug hatten, ihreund des Ordens Unschuld standhaft zu behaupten,und ftei bekannten, ihnen sei bei der Ausnahmenichts gesagt, nichts angetragen worden, was nichtzüchtig und ehrbar gewesen wäre, hießen Jean deEhateauvilars, Henry d'Hercigny, Jean de Parisund Lambert de Coisy.
Papst Clemens V., welcher unter dem 1. Au-gust 1308 an alle Bischöfe Frankreichs schrieb, „siemöchten die Untersuchung gegen die Templer nachder Strenge der Gesetze betreiben" (juxta IurisexiAentism, UaluLo, II. 123) übernahm in demnämlichen Jahre selbst das Amt eines Inquisitors,und verhörte zu Chi'non den Großmeister Jacques