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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
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umliegende Gegend von dem Geheule und Weh-klagen wiedertönte.

Mehrere starben in der Betheurung ihrer Un-schuld. Diejenigen, welche weniger von der Heilig-keit ihres Glaubens durchdrungen, und wenigerstandhaft waren, gaben dem Schmerze nach, undgestanden einen Theil, oder Alles von dem, wasman ihnen schuld gab. Diejenigen aber, welche amwenigsten Muth und Entschlossenheit hatten, unddie Freiheit und das Leben dem Verluste der Ehreund der Märtyrer-Krone vorzogen, warteten dieFolter nicht erst ab, sondern gestanden freiwillig,in der Hoffnung, mit der Freilassung auch dieGnade und die Gunst des Königs zu erlangen.Sechs und dreißig Ordensbrüder starben zu Paris,ihre Unschuld behauptend, unter den Qualen derFolter.

Es würde zu weitläuftig sein, jedes einzelneVerhör zu verfolgen, welche der gelehrte vr. G.Moldenhawer, k. dänischer Prof, und Oberbibliothe-kar, aus einer gleichzeitigen Handschrift in einetreffliche Geschichte zusammcnstellte u. d. T. „Pro-zeß gegen den Orden der Tempelherrn, aus denOriginal-Acten der päpstlichen Commission in Frank-reich, Hamb. 1792, 8." auf welches Werk wir un-sere Leser verweisen.

Unter den 140 ins Verhör gezogenen Tempel-herrn, befanden sich 126, welche bekannten, daßman sie bei der Ausnahme in den Orden Christumhabe verläugnen und dreimal auf das Kreuz speienlassen. 26 Ritter aber, darunter Pierre de Vil-lars, daß sie nur durch Zwang, Kerker- und An-drohung anderer Strafen zu diesem Verbrechen hät-ten bewogen werden können.