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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
Entstehung
Seite
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Politik, vorzüglich ober in der Hauptstadt. DesKönigs Beichtvater, Wilhelm Jmbert, ein Domini-caner-Mönch wurde zum Großinquisitor ernannt,und dieser verfuhr mit kalter Henkersgrausamkeit.

Die furchtbarsten Qualen der Folter erpreßtenvon den schwacher» Brüdern des Ordens, die da-durch Errettung hofften, Geständnisse der verab-scheuungswürdigsten Laster und Vergehen. Dochein Blick auf die Charakteristik jener Zeit und dasVerfahren des Königs und der Inquisitoren wirdzeigen, wie viel man aus solchen erzwungenen Be-kenntnissen folgern kann. In einer eigenen Folter-kammer, mit Marter-Instrumenten aller Art schreck-^ lieh ausgeziert, wurden die Ritter auf die Torturgespannt, die Füße mit Öl bestrichen und dann demFeuer nahe gebracht. Um die Standhaftigkeit desGefolterten zu prüfen, schob man zwischen dessenFasse und das Feuer ein Bret, wodurch der Schmerznatürlich nachließ; bestand er aber auf seiner Un-schuld, so wurde das Bret wieder weggezogen unddas Feuer verstärkt. Bald wurde der Gefangene! an die Füße, bald unter den Armen aufgehängt,^ und an Arme, Beine, selbst an die Zeugungstheilel schwere Gewichte angelegt. Bald wurden die Füße! in eiserne Strümpfe cingespannt, und immer na-her und naher zusammengepreßt, zwischen die Fin-j ger aber kleine Stückchen Holz in Form von Pfei-fen geschoben, und mit Gewalt zusammengedrückt,daß die Fingerknochen brachen; hierauf die Zähneund Haare langsam ausgerissen und der ganze Kör-^ per mit glühenden Eisenspitzen gestochen.

! Jedem Edelgesinnten blutet schon bei der Erin-! nerung dieser Greuelthaten das Herz. Dies wardas Verfahren von Christen gegen Christen, von