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befohlen — so wurde der schwache Eduard, derZeitlebens ein Spielball seiner Günstlinge war, an-deres Sinnes, und ließ auch in seinem Reiche dieTempler gefangen nehmen.
Zu Paris allein schmachteten 140 Ritter nebstdem Großmeister im Gefängnisse. Der habsüchtigePhilipp nahm alsdann sogleich Besitz von dem Tem-pelschatze und den Ordenspapieren. Um desto siche-rer das geraubte Eigenthum hüten zu können, be-zog er selbst den Tempel, und machte ihn zu sei-nem Palaste. Diese ihre alte Residenz, genanntI-e lemxle, aus sieben Thürmen bestehend, umge-ben mit hohen Mauern von weitem Umfang, gibtnoch heute einer ganzen Straße und einem Theileder Boulevards den Namen. Nach der Zerstörungder alten Bastille, auf deren Stelle jetzt der schönsteBrunnen der Welt, der kolossale Elephant stehet,wurde der Tempel die neue Bastille, merkwürdigernoch durch die Gefangenschaft Ludwigs XVI. undseiner Familie, Moreau's, Pichegru's und SidneySmith's.
Vierhundert und achtzig Jahre nach der Ver-brennung des Großmeisters und seiner Ritter wurdeder Nachkömmling Philipp's aus eben diesem Tem-pel hervorgeführt, um als cnthronter Herrscher, mitdem Bürgernamen Louis Capet, unter der Guil-lotine zu bluten.
Am ersten Sonntage nach der Einziehung hall-ten auf des Königs Befehl alle Kanzeln wieder vonden Verbrechen der Gefangenen, damit kein Ärger-niß über den Prozeß bei dem Volke entstehe („nepopulus soanäalisarstur äs subita eaptatione").
In ganz Frankreich begannen jetzt die Unter-suchungen gegen die unglücklichen Schlachtopser der
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