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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
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Philipp noch die Ehre erzeigte, ihn zum Pathenseines Sohnes zu wählen.

Jetzt war Alles zu dem großen Schauspielevorbereitet. In einem königlichen Schlosse bei Tou-louse lag Squin von Flexian, vormals Prior derTempler zu Montsaucon, ein schlechter Mensch, we-gen seiner Schandthaten aus den Orden gestoßen,und zum ewigen Gefängnisse veructheilt. GleichesSchicksal theilte mit ihm ein Florentiner, Noffodci,an Heil und Rettung verzweifelnd. Beide wurdennun des Ordens Veccäther, Beide schmiedeten nunin ihrem Gefängnisse, ob aus eigenem Antrieb,oder auf fremde Veranlassung, ist unbekannt eineAnklage wider den Orden, mnd versprachen, diese,wenn man sie frei ließe, zu entdecken. Wem konntedie Sache gelegener kommen, als dem Königs, dersie vielleicht selbst dazu erkauft hatte. Sie wurdenfrei, und bekannten schreckliche Dinge.

Doch ihre Freilassung gewährte ihnen nur kur-zes Glück. Die Rache des Himmels traf sie, undein elender Tod war ihr Lohn. Der Prior wurdegeköpft, Noffodci gehängt, wie man vermuthet, vonden Templern.

Solcher elender Menschen mußte sich Philippbedienen, sein Vorhaben auszuführcn. Er hattenun dasjenige erlangt, was er mit sehnsüchtiger Un-ruhe suchte einen Grund, worauf er seine Be-schuldigungen gegen die Tempelherren stützen konnte,und nun war es Zeit, den Papst an den sechstenPunkt seines gethanen Versprechens zu erinnern.Die Sache ward ruchtbar, der Orden hielt sich fürbeschimpft, und verschiedene Tempelherrn, welche da-von gehört hatten, wollten sich dem Papste freiwil-lig zu Geisseln überliefern, baten um Untersuchung