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Damit die Lockung besonders den Templern, denendas hinterlistige Netz galt, nicht auffallen möge,drückte sich Clemens folgendermaßen aus: „Tragetaber Sorge, daß ihr einen tüchtigen Befehlshaberund tapfere Ritter zur Vertheidigung in Limissozurücklaffet, damit wahrend Eurer, obwohl kurzen,Abwesenheit dem Orden kein Unfall zustoßen möge."
Als dieses Schreiben einlief, war der Hospita-liter - Meister, Wilhelm von Villaret, eben zur Be-lagerung von Rhodus abgegangen. Jakob von Mo-lay aber folgte unverzüglich dem Rufe des Papstes,ernannte den Ordensmarschall zu seinem Statthal-ter, wählte 60 der angesehensten Ritter zu Beglei-tern und trat die Reife an. Philipp empfing ihnzu Paris mit erheuchelter Freundlichkeit. Molay,Nicht das geringste Böse ahnend, legte die mitge--rachten Ordenskleinodien und Schatze, unbesorgtim Tempelhaufe nieder. Hierauf ging er nach Lyonund Poitiers zu Clemens, wo er von dem Papstefein Gutachten über einen neuen Kreuzzug undüber die Frage geben sollte, ob die beiden Ritter-orden zu vereinigen waren.
Molay erwiederte, daß nur dann ein Kreuzzuggelingen könne, wenn man die Sache mit dem größ-ten Eifer betriebe, und alle Fürsten Europa's Trup-pen sendeten. In Bezug auf die Vereinigung dergeistlichen Ritterorden zeigte er in einem weitläuf-tigen Bericht theils die Unmöglichkeit, theils dieschädlichen Folgen eines Planes, an dem drei Päpstevergebens gearbeitet haben.
Zuletzt aber beschwerte er sich bei dem Ober-haupte der Kirche über die Verläumdungen seinesOrdens, bat um Gehör und rechtliche Untersuchung,und ging wieder zurück nach Paris, wo ihm König