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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
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Den König reizte Alles, was Geld war. Un-glücklicher Weise hatten die Tempelherrn von ihren40,000 Commenden und zwei Millionen ThalerEinkünften einen großen Theil in Frankreich. Erlauerte daher schon längst auf eine Gelegenheit,sich dieser Beute zu bemächtigen.

Bonisacius Vlll. hatte ihn in den Bann ge-than, und die Templer standen auf der Seite desh. Vaters. Dies reizte sein rachsüchtiges Gcmüth.

Clemens V. aber, (Bertrand von Goth sdÄgoust^aus Gascogne, vorher Erzbischof von Bordeaux undAnhänger Bonifaz VIII.) der ihm die Tiara ver-dankte, war ganz in K. Philipps Hand, und derKanzler Wilhelm von Nogaret, den gleichfalls derDämon der Rache beherrschte, da sein Vater wegenVergehen aus dem Orden gestoßen worden, war ge-rade der Mann, wie ihn der König zu seinem Vor-haben brauchte.

Die Unterwürfigkeit des Papstes ging soweit,daß er ihm noch als Cardinal fußfällig mit einemEide versprach, sechs vorgeschriebcne Punkte zu er-füllen, wenn er zur dreifachen Krone gelangte. Densechsten Punkt mußte Clemens beschwören, ohne ihnselbst zu kennen, da der König sagte, daß diesersehr wichtig sei, und noch geheim bleibenmüsse.

Dies war nichts anders, als die Verdammungund Aufhebung der Tempelherrn, die er wohl niewürde ausgeführt haben, wenn ec nicht den Papstauf diese Weise hintergangen hätte.

Schon am 6. Junius 1306 schrieb der Papstan die Großmeister beider Orden, und lud sie ein,sich mit ihm über einen neuen Kreuzzug und überdie Wohlfahrt des gelobten Landes zu berathen.