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1303 —1307) und ein inquisitorisches Verfahrenvom I. 1308 — 1314.
Folgendes ist der Hergang dieses Processes, derzu dem verabschcuungswürdigsten Justizmorde in derGeschichte führte.
Durch das Abweichen des Ordens von seinemursprünglichen Zwecke — langst hatten die Knap-pen allein Pilgrime begleitet, — durch das Haschennach Reichthum, durch das Streben einiger Mit-glieder nach Einfluß auf das bürgerliche Wesen inFrankreich, durch den Geist des Geheimnisses undder Verschwiegenheit, der seine innere Verwaltungumhüllte, und die Brüder enger verband, am mei-sten aber durch sein Ansehen und seine Macht warder Orden den Fürsten verdächtig geworden. Manredete von ehrgeizigen Planen, von Umsturz derThrone, von europäischer Adelscepublik, von Ketzereiund Unglauben, von heimlichem Muhamedismus,von unnatürlichen Lastern, von Sodomiterei und grie-chischer Liebe. Dies alles sollten sich die Templerhaben zu Schulden kommen lassen.
Ihr Hauptfeind war Philipp, König vonFrankreich.
Diese Feindschaft, eine Tochter des Neides undder Furcht, wird nicht befremden, wenn man einenBlick auf den Charakter dieses Regenten wirst. Erwar es, der eine furchtbare Inquisition gegen dieAlbigenser, seine Mitchcisten und Unterthanen, indas Weck setzte, der die Juden auf das grausamsteunter dem Vorwände verfolgte, daß sie Chcistenkin-dcr gemordet und gekreuzigt, Hostien blutig gesto-chen und Brunnen vergiftet haben, der diese Ver-folgung so oft wiederholte, als Seuchen wütheten,oder andere zufällige Ereignisse das Land bedrohten.