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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
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Hugo von Peyraud (Ps'rault), die schwächere Par-tei für Zakob von Molay. Als dieser das Mißlicheseiner Lage merkte, betheuerte er, es sei ihm andieser Ehre nichts gelegen, er werde für Hugo stim-men. Doch kaum war er zum Großkompthur ge-wählt, so änderte sich seine Sprache. Ec rief beider Hauptwahl:Die Kutte ist fertig, setzt nunauch die Kappe hinzu. Habt ihr mich einmalzum Großkompthur gemacht, so will ich nun auchEuer Großmeister sein!" Überrascht und betroffendurch diese Festigkeit wählten ihn die Brüder.

So ging es in der letzten Zeit bei den Meister-wahlen zu!

Doch der ebenso ehrgeizige als unglückliche undbeklagcnswerthe Greis, unter dessen Regierung dermächtige Bund der Templer als ein Opfer hierarchi-schen Neides und schnöder Habsucht siel, war einin und außer dem Orden geachteter Mann.

Molay stammt aus der Familie der Herrn vonLongvic und Raon in der Gegend von Bcsan^on.

Im I. 1265 ward er von Himbert von Pe-rault, Visitator von Frankreich, in der Kapelle zuBeaune als Templer ausgenommen.

Kaum zum Großmeister erwählt hob ec 1297den vierten Sohn des Königs von Frankreich ausder Taufe.

Um diese Zeit brachen auf Cypern zwischen demKönige, Heinrich II. von Lusignan, und den Tem-pelherrn Streitigkeiten wegen Entziehung ihrer Privi-legien aus. Almecich, Fürst von Tyrus, des Kö-nigs Bruder, begünstigte den Aufstand und hieltschon die Hand nach der Krone ausgestreckt, alsseines Bruders Kammerdiener ihn im Bette ermor-dete. Da die Templer auf Eypern keine Besitzun-