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zahl von Rittern statutenmäßig nicht gewählt wer-den, und wäre dies geschehen, so würde er von denOrdensbrüdern im Abendlands schwerlich anerkanntworden sein. Er war wahrscheinlich nur Groß-kompthur.
In dieser Zeit faßte Papst Nicolaus IV., inFolge der auf dem Concil zu Salzburg 1291 vonden Bischöfen gethanen Vorschläge den Entschluß,sämmtliche drei Ritterorden in einen zu vereini-gen, die besten Statuten aus allen Dreien zu sam-meln, und in eine Regel unter besonderer Ober-hoheit des röm. Stuhles zu gestalten. Doch chediese den weltlichen Fürsten so furchtbare Angele-genheit zur Ausführung kam, starb Nicolaus.
Somit waren die Fürsten von ihrer Besorgnißbefreit; denn da die Hierarchie die weltliche Gewaltnur für einen Ausfluß der geistlichen hielt, so konntemittelst dieses großen Ordens eine theokratische Uni-versalmonacchie durch ganz Europa entstehen. Bo-nifaz Vlll., Nicolaus's Nachfolger, nahm sich derTempler kräftig an, trug ihnen vorzüglich die Be-schützung von Cypern aus, uni/empfahl dem Königevon England Eduard deren Wohlfahrt und Ge-deihen.
Über den Tod Gaudini's ist nichts bekannt.
Jakob von Molay.
1297 — 1314 .
Bei der neuen Wahl des neuen Meisters konnteder Convent lange nicht einig werden. Die Brü-der aus den Provinzen Limoges und Auvergne,welche das. Übergewicht hatten, erklärten sich für