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so überließ sich Ludwig ganz dem Nathe seines Sc-neschalls. Der kluge Joinville begab sich daherunverzüglich auf die Galeere der Templer, welcheihm Schätze zu enthalten schien. Seine Erwar-tung ward nicht getäuscht. Hier fand er eineKiste, zu der man ihm den Schlüssel verweigerte.Die Drohung, dieselbe mit Gewalt in des KönigsGegenwart öffnen zu lassen, bewog Reginald vonBichers, die Truhe zu öffnen. Sie war vollerGold. Joinville nahm gegen 200,000 Livres her-aus, und mit diesem Gelbe, sowie mit den Sum-men, welche die Hospitaliter hergaben, wurde derSultan befriedigt.
Dies war das unglückliche Ende einer Unter-nehmung, welche Ludwig der Heilige mit so vielEifer und mit so viel Mitteln aller Art begonnenhatte. Ist auch der Vorwurf einiger Schriftsteller,u. A. des Robertus Gaguinus, daß die TemplerSchuld an der Gefangennehmung des Königs ge-wesen, ungegründet, so bleibt doch ihre Verweige-rung des Lösegeldes auffallend, und wirft nicht dasbeste Licht auf den moralischen Werth des Ordens.
Wilhelm von Sonnac wird als redlicher undtapferer Mann geschildert. Ausgezeichnet bleibt seinHeldenmuth, mit dem er, um die Schmach einestollkühnen Jünglings von dem Orden abzuwischen,sein Leben in die Schanze schlug, und die Ehre rettete.
Rainald von Vichier.
12S0 —1255.
Wahrscheinlich ist Rainald von Vichier ein unddieselbe Person mit dem erwähnten Reginald von