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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
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und macht dem Großmeister bittere Vorwürfe überseine vermeintliche Verrätherei. Da antwortet Wil-helm von Sonnac: „Erlauchter Gras! Wenn wirdie Kirche Christi verderben, und unsere Seelen durchVerrath der Verdammnis Preis geben sollten, wozutragen wir das Kreuz und den weißen Mantel?"„Entfalte unfern Banner, ruft er alsdann, sich inedlem Zorne zu dem Bannerträger wendend, aus;Heute weihen wir uns dem Tode; wir waren un-überwindlich, könnten wir stets in Gemeinschaftkämpfen. Aber unglücklicherweise sind wir stetswie Sand ohne Kalk, zerstreut und getrennt,und eine Beute des Todes!" Nach diesen Wor-ten stürzt er sich wie ein gereizter Löwe auf denFeind. Dieser flieht, die Christen fallen gierig überdie Beute her; jetzt sammeln sich plötzlich die Sa-razenen zu einem Keil, der Sultan bringt Verstär-kung, und in wenig Stunden ist das ganze Heerder Christen eingeschloffen.

König Ludwig, seine Brüder, die Grafen vonPoitiers und Anjou, nebst der ganzen Ritterschaftmuffen sich dem Feinde ergeben.

Um sich aus der Gefangenschaft zu befreienrieth Joinville dem Könige, er solle den Groß-kompthur der Templer Stephan von Outricourt(Autrecourt) und den Ordensmarschall Reginald vonBichers bitten, die Lösegelder zu bezahlen. Diesebeiden aber weigerten sich und schützten vor, jederTempelritter müsse vor Annahme der Komthurei ei-nen Eid schwören, Niemanden, außer denen, in de-ren Hände der Eid geschworen worden, einen Pfen-nig auszuliefern.

Da diese Unterhandlungen zu keinem Resultateführten, ohne Geld aber keine Rettung möglich war,

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