Druckschrift 
1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
Entstehung
Seite
73
Einzelbild herunterladen
 

>! . -

aufs äußerste bestürzt, fetzten sich zur Wehre. In> der Mitte ihrer Schlachtordnung fochten die Templerund die Landcsmilitz, auf dem linken Flügel dieHospitaliter, und auf dem rechten die Turkopolier. oder die leichte Reiterei. Im I. 1244 ward bei! Gaza das Haupttrcffen geliefert. Manfur Ibrahim! schlug das christliche Heer auf das Haupt. Dieschreckliche Niederlage traf vorzüglich die geist-lichen Ritterorden. Hermann von Perigord siel,

^ mit ihm der ganze Convent, gegen 300 Templer,nur 4 Ritter und einige Knappen kamen davon,i Dies war der entsetzlichste Schlag, den je derOrden erlitten. Die dem Rachefchwert entronnenenTempelherrn wählten hierauf unter sich Wilhelmvon Roquefort zum Verweser des Großmeisterthums,bis von dem Ordenskapitel ein neuer gefetzt würde.

Wilhelm von Sonnac.

1247 — 1250 .

Die Wahl siel auf Wilhelm von Sonnac (auchSonnat, Sennay und Senar) aus Languedoc,Unter seiner Regierung erhielt der Orden 1249von dem Könige Wcnzcslaus einen Sitz in Prag.

^ In Mähren war das Schloß Spielbecg lange Zeitdie Residenz des böhmisch-mährischen Großpriorals.Aber auch im Orient suchte der Orden den durchdie Koraisminen erlittenen Verlust wieder hcrzustel-len. Tapferkeit, unerschrockener Muth und ihre ge-heimnisvolle Politik reichten sich die Hand zu demVorgesetzten Zwecke. Der ganzen morgcnländischenChristenheit schien in dem Kceuzzuge König Lud-^ wigs lX. (d. Heiligen) von Frankreich, welchen erI 4