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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
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er, die Noth des h. Landes schildernd, Kaiser undKönige um Beistand anfleht*).

Obwol die Templer in der letzten Zeit an Be-sitzthümern und Brüdern großen Verlust erlittenhatten, so kauften sie dennoch mit selbstausopfern-der Uneigcnnützigkeit nach der Einnahme von Je-rusalem eine große Menge armer Christen los. Dochgab es auch Treulose, welche sich Leben und irdi-schen Wohlstand durch Annahme des Turbans er-kauften. Ein Templer, Robert von St. Alban ausEngland, erhielt, als er das Kceu; verlaugnet, eineVerwandte des Sultans zur Gattin, ward darauftürkischer Heerführer, und verwüstete die Gegendvon Jerusalem mit Feuer und Schwert.

Zu Ende Marz 1188 gab Saladin den Königund den Großmeister, gegen die Abtretung Aska-lons, wieder frei. Sogleich riechen nun der Pa-triarch und Gerhard dem Könige, mit Hülfe fran-zösischer und englischer Pilgrime die Stadt Akkonanzugreifen und von den Sarazenen zu entsetzen.

Am 4. Oct. 1188 kam es zum Treffen, Sa-ladin wird in sein Lager getrieben; schon ist derSieg auf der Seite der Kreuzfahrer, als ein Pferdsich im christlichen Lager losreißt und Verwirrunghervorbringt. In diesem entscheidenden Augenblickemachen 500 Akkoniten einen Ausfall, Saladin wen-det sich, die Templer fliehen. Sowol Gerhard alsBalduin, des Sultans Sohn, fallen als Opfer desblutigen Tages.

So endete der tapfere, höchst selbstständige Mei-ster, dem das Convent nur wenig sagen durfte,und der durch seinen Starrsinn und den unversöhn-

') S. Anmerk. 17.