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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
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baria und belagerte es. Der König wollte den Ortentsetzen. Niemand aber widerrieth es so sehr, alsder Graf von Tripolis selbst, dem er gehörte. Trotzaller Gegenvorstellungen des Großmeisters Gerhardfolgte der schwache König des Grafen Rath. Die-ser aber führte das königliche Heer aus einen Platz,wo es gänzlich an Wasser fehlte, und rieth, hierdas Lager aufzuschlagen. Die Nacht brach ein,Müdigkeit, brennender Durst und beständige Furchtvor dem umhcrschwarmendcn Feinde, ließ die Chri-sten nicht zur Ruhe kommen.

Am 4. Juli 1187 griffen diese dennoch an.Die Sarazenen weichen in verstellter Flucht.Mörderisch wird der Kampf und die Verfolgung.Schon befindet sich der Schlachthaufe vor Hittin,einem Dorfe unweit Tabaria und dem See Gene-sareth. Jetzt läßt Saladin die Getrcidestoppeln unddas Gras in der Ebene anzünden. Es ist Hoch-mittag, senkrecht wirft die Sonne ihre Strahlenaus die Scheitel der Kämpfenden. Die Hitze istunerträglich, die Gegend wasserleer, Verwirrung aufallen Seiten. Die Christen weichen, nur die bei-den Ritterorden und die Turkopolen leisten Wider-stand. Endlich sinken auch diese. DreißigtausendChristen bedeckten die Wahlstatt. Selbst das heil.Kreuz, das die Templer stets im Mitteltreffen alsein Hort des Sieges bei sich führten, ging verlo-ren. Der König, Fürst Raynald von Antiochien,der Senefchall Joncelin, der Großmeister Gerhardund viele Ritter wurden gefangen.

Saladin forderte von Letztem den Übertritt zummuhamedanischen Glauben; der Fürst von Antio-chien, der kühne Chatillon, aber erwiederte: „KeinChrist erkauft durch eine solche Schandthat sein Le-