warf sich ihm mit 140 Rittern und 500 Fußknech-ten entgegen. An der Quelle Kischon trafen sieSaphadins Heer, als es gerade über den Jordangehen wollte. Die Ritter griffen den Feind mitUngestüm an, wurden aber von der Übermacht über-wältigt und meist alle nicdcrgehauen oder gefangen.Der Großmeister der Hospitaliter blieb im Gefechte.In diesem Kampfe that der Marschall der Temp-ler, Jakob von Mailly aus Tours, Wunderder Tapferkeit. Nachdem die ihm anvertrauten Rit-ter sammtlich gctödtet waren, setzte er sich, wie eingereizter Löwe, unerschrocken gegen Tausende zurWehre. Man bot ihm Pardon an, er aber schlugihn aus. Mit seinem starken Arm hieb er so ge-waltig um sich, daß kein Sarazcn mehr sich ihmzu nahen wagte. Da er einen Schimmel ritt, undder weiße Templeranzug ihm ein überirdisches An-sehen gab, so hielten ihn die Türken für den heil.Georg. Desto heftiger ward der Kampf; allein nur denWurflanzen und Pfeilen aus der Ferne gelang es,dem Helden das Leben zu rauben. Hoch rühmtensich die Türken dieser Großthat. Die Ehrfurcht fürden entseelten Ritter soll so groß gewesen sein, daßviele Moslims den Leichnam mit Staub bedecktenund diesen Staub dann auf ihren Scheitel streu-ten, mit dem frommen Glauben, dadurch eben sotapfer zu werden. Es soll sogar ein Türke dementseelten Körper die Zeugungstheile abgeschnittcnund stets bei sich getragen haben, um durch derenEinfluß einen Helden, wie Jakob von Mailly, er-zeugen zu können*).
Anfangs Julius 1187 eilte Saladin nach Ta-
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