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mit er dort seine weitere Strafe vernehme; er ge-biete aber kraft seines Amtes als Meister jederman-niglich, dem Bruder kein Leid zuzufügen. DerKönig, nicht zufrieden mit dieser Antwort, und überdie Billigung der Frevelthat ergrimmt, ließ denMörder mit bewaffneter Macht aus dem Tempel-hofe zu Sidon fortschleppcn und nach Tyrus in dasGcfangniß führen.
Aus welchem Beweggründe die That geschehen,und ob mit oder ohne Vorwissen Odo's — ist nichtausgemittclt. Viele behaupten, aus Eigennutz undin höherem Auftrag; denn wurden die AssassinenChristen, so verlor der Orden den Tribut. Obwolder König die Zahlung übernommen hatte, so wardoch bei der Zerrüttung seiner Finanzen vorauszu-sehen, daß er sein Wort entweder nicht halten werdeoder nicht halten könne.
Dies Ereigniß schadete dem Orden in der Mei-nung des damals so bigotten Zeitalters sehr. Meh-rere Tausende von Seelen dem Christenthume zuentreißen, war die größte Frevelthat, welche began-gen werden konnte. Schlecht und gegen alles Völ-kerrecht war dieses Beginnen, und der Ritter Du-mesnil kann auf keine Weise entschuldigt werden,wol aber der Großmeister und der Orden; denn esist ungewiß, ob Walther dies mit Einwilligung desOrdens that. Daß Odo, der mit seinen Brüderneinzig und allein unter der Oberhoheit des Papstesstand, den Mörder schützte, ist ein Charakterzugseiner Festigkeit und Scelenstarke. Der streng ge-bietende Meister konnte nicht dulden, daß ein Frem-der strafe.
Betrachtet man noch die Zeit und die Umstande,in welchen die That geschah, — den allgemeinen