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zehnmal stärkeren Feindes so lange muthvoll ab, bisder König zur Rettung hcrbeikam, und Saladinnach Ägypten zurücktrieb.
Nicht lange hernach erfüllte eine Frevclthat, beiwelcher die Habsucht des Ordens und der unbeug-same Charakter des Großmeisters deutlich hecvor-tritt, alle Bewohner des gelobten Landes mit Un-willen.
Der damalige Alte vom Berge (Libanon) oberFürst der Afsassincn, von welchem das Gerücht schonlangst sich verbreitet hatte, daß ec dem christlichenGlauben zugcthan sei und das Evangelium fleißiglese*), ließ durch einen Botschafter dem Könige vonJerusalem melden, er sei bereit, sich öffentlich zumEhristenthume zu bekennen, wenn die Templer dieSchatzung von 2000 Goldstücken, welche sie vonseinen Unterthanen erhöben, Nachlassen wollten. Kö-nig Amalrich willigte gern in diesen Vorschlag, underbot sich sogar, den Templern den Verlust ausseinem Schatze zu ersetzen. Als aber der Gesandtedes Alten vom Berge in Begleitung eines könig-lichen Geleitsmannes heimkehrte, erschlug ihn derTempler Walther von Dumesnil nahe an seinerheimatlichen Grenze. Das Betragen der Ordens-brüder ließ auf Theilnahme an der Frevelthat schlie-ßen. Denn als der König, nachdem er zu Sidonmit den Baronen des Reichs sich bcrathen, zweiRitter an den dort anwesenden Großmeister derTempelherren, Odo von St. Amand, sandte, umGenugthuung zu fordern, erklärte dieser: es sei derBruder Walther bereits gestraft worden, und erwerde ihn nach Rom zu dem h. Vater senden, da-
') S. Anmcrk. 9.