Eonstantinopcl gebraucht; doch alle diese glänzen-den Würden fesselten ihn nicht lange. Er wardBruder des Ordens. Ein solcher Entschluß, großeweltliche Ehrenämter mit einem Ordenskleide zuvertauschen, in dem Orden von unten aus zu die-nen, kostete damals bei kräftigen Gcmüthern wenigÜberwindung. Auch hier that er sich durch seineTapferkeit bald so sehr hervor, daß die einstimmigeWahl der Brüder ihn zum Herrn und Meisterernannte. Seine Regierung ist sehr merkwürdig;denn unter ihm sing der Orden an das zu werden,was er in der Folge war — eine mächtige Adelsverbin-dung auf Seiten der Päpste. Unter ihm erreichte derOrden seine höchste Blüte. Klugheit, fester Muth,Strenge bis zur Härte und Tapferkeit waren dieHauptzüge in seinem Charakter; doch scheint er vonStolz und Eigennutz nicht ganz frei gewesen zusein.
Bald nach seinem Regierungsantritt ward demKönige von England, Heinrich II., weil er an derErmordung des Erzbischofs von Canterbury, dernachmals canonissrt wurde, Anthcil gehabt habensollte, von dem Papste Alexander Hl., mit An-drohung des Bannes, zur Kirchenbuße aufgelegt,ein Fähnlein Volk von 200 Knechten dem Diensteder Kirche zu weihen. Diese mußte er nach Jeru-salem senden, dort unter den Oberbefehl der Tem-pelherren geben, und sie daselbst ein ganzes Jahrlang auf seine Kosten unterhalten.
Im December des Jahres 1170 rückte Sala-din vor die Veste Darun, an der Grenze Ägyp-tens und Palästinas. Allein der Templer AnselluSvon Paß, der die Besatzung anführte, that Wun-der der Tapferkeit, und schlug den Sturm des