Gottfrieds Herrn von Blancfort in Guyennc, wardsein Nachfolger, und unter diesem Großmeister er-eignete sich Vieles, was die Unzufriedenheit undAbneigung gegen die geistlichen Ritterorden über-haupt vermehrte. Heimlich säeten sie den Samender Zwietracht aus, und ihre ausgezeichnete Tapfer-keit vermochte üicht mehr länge ihre Politik zu ver-bergen und zu beschönigen. Dieses künstliche, ausHabsucht gesponnene Gewebe trat immer deutlicherin die Augen.
Als im I. 1155 Nasiceddin, der Sohn desaus Ägypten vertriebenen Sultans Abbas, auf derFlucht in die Gewalt der Templer gerathcn war,und sich selbst, zur Rettung seiner und des Ha-rems, zum Christen machen wollte, liefern ihn dieStreiter Christi, nicht zufrieden mit der ihmabgenommenen reichen Beute, für 60,000 Guldenseinen unmenschlichen Feinden aus. So wird derUnglückliche in einem eisernen Käsige, an Händenund Füßen gefesselt, nach Ägypten geführt und dortzu Tode gemartert.
Das Jahr darauf (1156) hatte König Bal-duin die Stadt Paneas (Cäsaren Philipp!) vonNureddins Belagerung befreit, war aber aus demWege nach Jerusalem an der Jacobssurt aufs Neueüberfallen worden. Der König entkam zwar glück-lich der Gefahr, allein das Heer erlitt eine großeNiederlage. 87 Templer wurden gefangen, darun-ter auch der Marfchall des Königs, Odo von St.Amand, welcher späterhin zur Großmeisterwürde ge-langte; denn sämmtliche Gefangene wurden auf Ver-wenden des griechischen Kaisers Manuel befreit.
In Frankreich erreignete sich 1161 eine Bege-benheit, die in der Geschichte dieses Ordens ein