unaustilgbarer Flecken bleibt. König Ludwig VN.übergab den Templern die Stadt Gisors nebst meh-reren Schlössern zur Verwahrung, bis seine beidenTöchter mit den zwei Söhnen Heinrichs II. vonEngland vermahlt werden könnten. Doch die Rit-ter verriethen ihren Wohlthäter, lieferten die Städtevor der Zeit an Heinrich aus, und flohen nachEngland.
Dieser Handlungen ungeachtet verlieh ihnenPapst Alexander III. in der Bulle „Omne «latumOptimum" die Quelle der größeren Macht und un-ermeßlichen Reichthums.
Diese Urkunde, als die Grundlage aller vomrömischen Stuhle dem Orden verliehenen Privilegien,war an Bertcand von Blancfort gerichtet, wurdeaber bei dem Regierungsantritte jedes Großmeistersbestätigt und erneut.
Sie enthob den Orden der Gerichtsbarkeit desPatriarchen, sowie der Bischöfe, und stellte ihn un-mittelbar unter den Papst. Sie benahm überdiesallen Rittern, welche sich dem Dienste des Tem-pels weihten, die Freiheit, jemals wieder den Or-den zu verlassen, welches nicht wenig zum innernVerbände desselben beitrug.
Ein ganz neuer Geist wehte nun im Orden,und steigerte das Ansehen und das Wachsthum sosehr, daß Neid und Haß des Clerus sowol, alsder weltlichen Fürsten von nun an die beständigenBegleiter seiner Größe wurden. Besonders warendie Hospitaliter des Ordens erbittertste Feinde, denndie Templer bewachten das h. Kreuz (welches fürdas, an dem der Heiland blutete, gehalten wurde)und trugen es in die Schlacht. Der Großmeisterder Templer hatte bei feierlichen Gelegenheiten zu
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