Scbnee konnte es nicht sepn, denn der fällt nichtin so gleichen Streifen und nicht in dieser'Jahreszeit.Er nahte dem einen , 'betrachtete, berührte ihn undfand, daß es Mehl-fey.-— „In Mailand," sagteer bei sich, „Muß großer Ueberfluß herrschen, daß mandas liebe Gut so vergeudet. Wir ließen ihnen dochwissen, daß überall Hungersnoth sei) uttd sie sorgen aufsolche Weise für die Armuth!'" —- Er ging- noch ei-nige Schritte weiter und stand vor der Säule, zuderen Fuße etwas noch weit Seltsameres lag; ausi denStufen des Piedestals nämlich lagen zerstreute Stük-ken, die durchaus >kein« Steine seyn konnten und dieer, hatte er sie in einem Bäckerladen gesehen, fürBrode gehalten haben würde. ^ Er konnte aber seinenAugen noch nicht so leicht glauben, denn das war dochin aller Welt kein Lrt, Brod aufzuheben? „Ich will'sdoch naher ansehen!" dachteer, ging dicht heran,bückte sich, hob ein Stück auf: — es war wirklich einrundes Brod vom weißesten Mehle, wie Nenzo nuran hohen Festen zu essen gewohnt war. -
„Es ist wirklich Brod!" rief er mit lautem Stau-nen aus: „So geht man hier damit um? in diesemJahre? und man giebt sich, wenn es hinfallt, nichtdie Mühe, es aufzuhebcn? bin ich denn im Schla-raffenlandc? — " Er war in der frischen Morgenluftzehn Miglien gegangen, hatte sich also kaum vomhöchsten Staunen erholt, als das Brod auch seinenAppetit weckte. „Nehme ich's?" überlegte er: „ach