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Viertes Kapitel.
Noch vor Sonnenaufgänge verließ Pater Christo-forus das Kloster von Pescarenlco, um seine Wan-derung nach Agnesens Hütte anzutreten- Pescarenicoist ein Weiler an dem linken Ufer der Adda, oder viel-mehr des Sees, unfern der Brücke; er besteht auswenigen, meistens von Fischern bewohnten Häuschen.Hie und da erblickt man zum Trocknen ausgespannteNetze. Das Kloster liegt vor dem Weiler auf demWege von Lecco nach Bergamo.
Die Luft war heiter. Die Sonne stieg hinter denBergen immer mehr herauf und ihr Licht von denGipfeln der gegenübergelegenen hernieder. Es blitzteschon durch manche Felsenspalte freundlich in dieTba-ler. Ein leichter Herbstwind wehete die welken Blat-ter der Maulbeerbäume zu Boden. Rechts und linksin den Weinbergen glanzten auf den noch aufgerich-teten Rebschössen die Blätter in röthlicher Farben-pracht und die braunen, neu gelegten Vogelherdestachen scharf von den weißlichen, im Thauschmuckefunkelnden Stoppelfeldern ab.
Es warein vergnügliches Bild. Aber die Menschen,die man hin und wieder erblickte, machten es düsterer.Nur zerlumpte abgezehrte Bettler, entweder im Elendeergraut oder von augenblicklicher dringender Noth ge-