Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
272
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sche, dies Kloster ist ganz in der Nahe. Du mußtden Fußweg links einschlagen, es ist der kürzeste;Du gelangst dann bald zu einem langen, niedrigenGebäude, dem Lazarett), und wenn Du immer längsdem Graben um dasselbe hingehst, zu der Porta ori-entale. Bist Du hindurch, so wirst Du nach drei bisvierhundert Schritten einen freien, mit schonen Ulmenbepflanzten Platz finden; da steht das Kloster, das Dugar nicht fehlen kannst. Geh mit Gott, mein Sohn!"

Er sprach das letztere mit freundlicher Handbewe-gung und ging. Renzo aber war durch die Artigkeitder Mailänder gegen Fremde erstaunt und erbaut.Er wußte nicht, daß dies gerade ein ungewöhn-licher Tag war, an dem sich die Mantel vor den Ja-cken dcmüthigtcn. Er schlug den bezeichnten Wegein und erreichte die Porta orientale. Der Leser den-ke sich dieselbe aber damals ja nicht so wie sie jetzt ist.Von der breiten, geraden, äußern Pappelallee, demgroßen Zwischenräume zwischen den beiden angefange-nen Bauden, den beiden Seitentreppen beim Vor-sprunge der regelmäßig abgedachten, geebneten undmit Bäumen umsaumren Basteien, von dem Gartenauf der einen Seite, weiter hin zur Rechten denPal-laste, zur Linken der breiten Straße zur Vorstadt,war damals nichts zu sehen- Dir Straße zog sich vonaußen an der ganzen Lange des Lazarcthes hin, warddann schmäler und schlängelte sich durch zwei -Abckcn.Das Thor bestand aus zwei Säulen, die zur Ver-