Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
270
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in Monza von den Frauen Abschied genommen undtrat, in we'cher Stimmung, kann man sich leichtvorstellen, siinen Weg nach Mailand an. Sich vonHaus und Wohnort, und was ja weit schlimmer, vonLuzien entfernen, sich auf einer Straße befinden, un-bekannt mit Weg und Steg, und zwar alles wegendes Schurkens! — Wuth und Rache bemächtigtensich Nenzo's bei dem Gedanken. Aber da gedachte erauch^des Gebetes in der Kirche von Pescarenico; erging in sich; von Neuem wollten ihn jene Gefühleerfassen, aber er sah "in Heiligenbild auf der Mauer,zog den Hut ab und hielt an, um einen Augenblickvon Neuem zu beten. So hatte er unterwegs seinenFeind wohl zwanzig Mal ermordet und wieder errettet.Der Weg lief damals, gleichsam vergraben, zwischenzwei hohen Hügelketten hin. Er war kothig, steinig,die tiefen Furchen des Geleises wurden nach Regen-güssen fast zu Bache!!, und konnten sie zuweilen dieFluth nicht fassen, so ward er fast zu einem ganz un-durchganglichen Dümpel. Renzo bestieg eine ver An-höhen und schaute vor sich in die Ferne. Nur derungeheure Dom war auf derweilen Ebene sichtbar;er schien nicht der Mittelpunkt einer Stadt, er schienaus einer Wüste aufzuragen; und der Jüngling, sei-nes Wehes vergessend, versank in Betrachtung diesesWunderwerkes, von dem er seit der frühesten Jugendimmerdar hatte sprechen hören. Dann drehte er sichum nach der zackigen Bergkette am fernen Horizonte,