ihn durch Drohungen und andere ausgesprengte Li-sten , die ihm durch einen oder den andern Freund be-kannt werden mußten, von der Heimkthr zurück-schrecken; bedachte aber zugleich, das Sicherste sey doch,ihn ganz aus den Lande zu jagen, wobei ihm die Ge-richte mehr helfen konnten als Gewalt. So durfte manja nur seinem Anschläge auf den Pfarrer eine schlim-mere Deutung unterlegen, ihn als einen verbreche-rischen Ansall und Einbruch schildern und mittelst desDoktors dem Amtmanne zu verstehen geben, daß csdarauf ankäme, einen Berhastbefehl gegen ihn erge-hen zu lassen. Er selbst durfte allerdings die Händenicht in den Handel mischen, und ohne sich weiter lan-ge den Kopf darüber zu zerbrechen, beschloß er, sich demDokter Nothstall zu vertrauen, in so weit cs nöthigsey, ihm, was er von ihm wolle, klar zu machen. —-„Das Geschrei ist arg genug," dachte Don Rodrigo,„ und der Doktor kein Esel. Er wird schon aus derSache, was heraussinden und dem schuftigen Bubeneines anhangen!" — Aber, wahrend er in Gedankenmit dem Doktor beschäftigt war, als dem Manne,welcher am meistengeschickt sey, ihm in dieser An-gelegenheit zu dienen, war jemand Anderes, auf denNiemand denken würde, Renzo selbst, eifrig beschäf-tigt, auf weit sichrere, schnellere Weise, als Alles,vom Doktor erfundene, vermocht hatte, seine Ab-sicht ins Werk zu setzen.
Renzo hatte, wie wir erzählten, traurigen Herzens