Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
264
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er noch das letzte, was er wusste, den Weg der Fluchtnach Pescarenico. Don Rodrigo war über die erlangteGewißheit, daß ihn Niemand verrathen habe, sehrerfreut, ebenso über die, daß keine Spur der Thatauf ihn weise; aber es dauerte damit nicht lange:„Alle zusammen entflohen!" rief er, „Alle! Undder verdammte Mönch! der Mönch ! " Heiser undundeutlich nur konnte er das Wort zwischen den Zah-nen , mit denen er sich den Daum zernagte, hervor-sprechen; sein Anblick war eben so gehässig, als seineLeidenschaften. „Der Mönch soll cs mir entgelten!Eriso! sie mögen ftyn, wo sie wollen, ich willes wissen, ich will sie aufsinden — diesen Abendnoch will ich Alles wissen! Ich habe keine Ruhe!

Nasch nach Pescarenico, frage, sieh', finde-

Vier Scudi dafür sogleich und mein Schutz für im-mer! Diesen Abend will ich's wissen! Und derSchurke—! der Mönch....!"

Griso machte sich abermals auf, und noch selbigenAbend hinterbrachte er seinem würdigen Herrn die ge-wünschte Nachricht. Er kam auf folgende Art dazu:

Freundschaft ist ein starker Trost in diesem Leben,Mittheilung aber wieder ein Trost der Freundschaft.Nun ist cs mit der Freundschaft nicht, wie mit derEhe, daß man sich paart; Jedermann hat gewöhnlichmehre Freunde, und so schließt sich Einer, wie dieRinge einer Kette, an den Andern. Benutzt einFreund den Trost, sein Geheimniß einem Anderen