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wird zehnfach durchforscht und durchstört, vom Kel-ler an, bis hinauf ins Dach, — sie ist nirgends. Werweiß, auf welche Nermuthungen man nunmehr gefal-len wäre, halte man nicht wahrend des Suchens eingroßes Loch in der Gartenmauer entdeckt, was Jeder-mann von ihrerFlucht überzeugte. Es wurden sogleichauf verschiedenen Wegen Boten entsandt, sie einzu-holen und zurückzubringcn, die ganze Umgegend warddurchspäht, — auch nicht die allerklcinstc Spur! —Man hatte vielleicht mehr von ihr erfahren, hätteman nickt in der Ferne, sondern in der Nahe gesucht.Nach vielem Staunen und Vermuthen, da Niemanddie Schwester einer solchen That fähig gehalten hätte,schloß man, sie müsse sehr, sehr weit gegangen seyn.Und da eine Schwester einmal sagte, sie sey gewißnach Holland geflohen, so hieß es im Kloster allge-mein und war ausgemacht, sie verweile in Holland.Die Signora schien allein anderer Meinung. Sieäußerte es zwar niemals und bestritt es mit keinen be-sonder» Gründen, hatte sie aber-welche, so konntensie gewiß nicht besser verborgen gehalten werden. Siesprach nur höchst ungern von der Sache, was Nie-mand beachtete, da alles viel zu sehr mit ihr selbstbeschäftigt war. Wenn sie aber nicht davon sprach,dachte sie desto mehr daran. Wie viele Male des Tagestrat nicht bas Bild dieser Laienschwcster plötzlich vorihre Seele, ohne zu wanken und zu weichen! — Wieoft wünschte sie nicht, sie lebend und wirklich vor