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und Hoffnungen, ihres Stolzes. Der an diesemLage erfolgte Beschluß ging ihr so nahe, als wennihr cigencsGiück dadurch gemacht wäre, und Gertrudmußte nun schließlich auch ihre Glückwünsche, Lob-preisungen und Rathschlage anhören. Sie schwatzteviel von Tanten und Großtanten, denen cs so wohlim Kloster ergangen wäre, weil man ihnen, wegendes Glanzes ihrer fürstlichen Familie, die größteEhre habe widerfahren lassen, die immerdar verstan-den hätten, sich eine Hand frei zu erhalten und vonihrem Sprachgitter aus Sachen durchsetzten, welchendie allermächtigsten Damen unterlegen wären. Sieerwähnte der Besuche, die sie heute empfangen habe,und wie sie dereinst den Erbprinzen mit einer vorneh-men Gemahlin bei sich sehen werde, worüber Klosterund Umgegend in Aufruhr und Bewegung kommenmüsse. Die Alte sprach, indem sie Gertruden ent-kleidete, sie sprach noch, als diese sich niederlegte, undsprach, bis sie entschlafen war. Jugend und Müdig-keit überwältigten Sorgen und Kummer. IhrSchlummer war unruhig und unerquickend, schwereTräume beängsteten ihn; dennoch erwachte sie erst aufden Ruf der Alten, die sie zu wecken kam, weil manschon zu der Fahrt nach Monza bereit sey.
„Auf, auf, Fräulein Braut! es ist lichter Tag,ich muß Euch ankleiden und schmücken, und das dauertwenigstens eine Stunde. Die gnädige Fürstin istauch' schon wach, sie hat sich vier Stunden früher,i. P