Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
222
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von allen begrüßt hakte vollauf zu thun, alle ansie gerichtete Artigkeiten und Glückwünsche zu crwie-dern. Sie wußte wohl, daß ihre Antworten sie ab-Ichnten und zurückwiesen, wie konnte sie aber an-ders? Nach aufgehobener Tafel war bald die Stundeder Spazierfahrt da. Gertrud ward von ihrer Mut-ter und zwei Tanten, welche mit eingeladcn gewesenwaren, begleitet, und nachdem man die frische Lufteine Weile genossen hakte, fuhr man nach der StraßeMarina, die damals quer den Platz durchschnitt, wosich jetzt die öffentlichen Gürten befinden, und derSammelplatz der feinen Welt war. Die Herren tra-ten an die Wagenschlage und erholten sich da nach desTages Last und Hitze. Gertrudcns Oheime sprachen,wie an diesem Tage schicklich, viel mit ihr, und dereine, welcher besser, als alle Andere, alle Leute, Kut-schen und Livreen zu kennen schien und immer etwasvon diesem oder jenem Herrn, dieser oder jener Da-me zu erzählen hatte, unterbrach sich selbst ganz plötz-lich und rief der Nichte zu:Ei, wie Du kleinerSchalk nicht auf alles dies Gerede lauschst! Du bistmir die Rechte! Mengst Dich in uns armer Welt-kinder Narrheiten, willst ein heiliges Leben führenund bcgiebst Dich in das Paradies einer Kutsche!"

Mit anbrechender Dämmerung fuhr man wiedernach Hause, die Bedienten sprangen mit Fackeln her-zu und meldeten, es sey viel Besuch da. Das Ge-rücht hatte sich verbreitet, und Verwandte und Freun-