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zum Nonnenvikar, daß er einen Tag zur Prüfungbestimme." Er verließ das Zimmer und ging wirklichselbst — die Herablassung war nicht gering — zubesagtem Vikar, der übermorgen zu kommen ver-sprach.
Gertruden blieb wahrend des ganzen übrigenTages keine ruhige Minute. Es wäre ihr lieb ge-wesen, sich von allen diesen Stürmen ausruhcn zu kön-nen, so zu sagen, ihre Gedanken über Alles aufzu-klaren, sich von dem, was sie gethan hatte, Rechen-schaft abzulegcn, zu überdenken, was ferner zu thunsey und zu ihrem wahren Wohle führe, die so schnellin reißenden Lauf gebrachte Maschine aufzuhalten, —vergebens! cs war unmöglich. Eines folgte dem An-dern, eines ging aus dem Andern hervor. Nach derbedeutenden Unterredung führte man sie in das Ka-binet der Fürstin, wo sie unter deren Augen, von dereignen Kammerfrau angekleidet und ausgeschmücktward. Noch war nicht die letzte Hand an den Putzgelegt, als man schon hinterbrachte, daß die Tafelservirt sey. Gertrud schritt vor den sich tief neigen-den Bedienten vorbei, welche sich glückwünschendeWinke über die Heilung gaben, und fand einige dernächsten Anverwandten anwesend, die man in aller Ei-le zu Ehren und aus Freude über die erwünschteNachricht und erfolgte Heilung und Zustimmung, zu-sammen gebeten hatte. Die Braut — so heißen dieangehenden Nonnen, und so wurde Gertrud gleich