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sanftigte nunmehr stufenweise Blick und Rede, fügtehinzu: demungeachtet werde jeder Schuld Hülfe undErbarmen, und für die ihrige sey die Art und Weise,Beides zu erlangen, deutlich und klar bestimmt: siekönne den Vorfall als Fingerzeig betrachten, daß dieWelt für sie zu drohende Gefahren habe und ....„Ach ja!" rief Gertrud, Furcht und Schaam-cr-füllt, hingerissen von augenblicklicher Zärtlichkeit.„Nun? siehst Du es selbst ein?" nahm der Fürstrasch das Wort auf; „dann sey das Geschehene ver-gessen und vergeben. Du hast das einzig ehrenvolle,schickliche Mittel, was Dir blieb, erwählt. Da csaber aus freiem Willen, aus eigener Wahl geschehenist, so liegt mir ob, es Dir in allem und jedem Punkteso angenehm wie möglich zu machen, alle Vorthcileund alles Verdienst des Entschlusses Dich genießen zulassen- Verlaß Dich auf mich." Er rief mit deraus dem Tische stehenden Klingel einen Kammerdienerherbei; „Die Fürstin und der Erbprinz!" —> Undzu Gertruden: „ Sie sollen an meinem Tröste unver-züglich Theil nehmen, ich will Dich von Allen, vondieser Minute an, so behandelt sehen, wie Du esverdienst und es Dir gebührt. Du hast mich ein we-nig als strengen Vater kennen lernen, aber von nunan sollst Du nur den gütigsten in mir erblicken."
Gertrud hörte betäubt zu. Jetzt fühlte sie wie-der starker als je, welche Wichtigkeit diesem ihr ent-schlüpftem Ja inwohne, und forschte nach irgend ei-