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Als der Fürst den Brief gelesen hatte, gewahrteer sogleich die, seinem unabänderlichen, hartnäckigenWillen günstige Gelegenheit. Er ließ Gertruden sa-gen, sie solle zu ihm kommen, und bereitete sich, dasEisen zu schmieden, weil es warm war. Gertrudkam, und ohne die Augen zu ihrem Vater zu erheben,warfsie sich vor ihm nieder und vermochte kaum, ihm:„Verzeihung!" zuzustammeln. Der Vater winkteihr, aufzustchen, entgegnete aber mit einer, wenigzu Ermuthigung geeigneten Stimme, es genügenicht bloß, Verzeihung zu wünschen und zu verlan-gen, denn das sey der natürliche Wunsch eines Jeden,der gefehlt habe und Strafe fürchte, man müsse sieauch verdienen. Gertrud fragte leise und zitternd,was sie deshalb zu thun habe? Hierauf antworteteder Fürst — wir können ihn in diesem Augenblickeunmöglich Vater nennen — nicht gerade zu, sondernsing an, ein Langes und Breites über Gertrudens Ver-gehen zu sprechen, und traf damit ihr gequältes Herzso schmerzlich, wie wenn eine unsanfte Hand übereine offene Wunde hinstreift. Er erklärte ferner:
wenn auch ein Fall.... der niemals-er Habs
zwar anfänglich darauf gedacht, sie für den weltlichenStand zu bestimmen, sie selbst ihm aber ein unüber-steigliches Hinderniß entgegcngestcllt, denn, alsMann von Ehre, sey cs ihm nicht möglich, sie nachdem, was sie gelhan, einem Kavalier zuzusagen.Die arme Zuhörerin war vernichtet. Der Fürst