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ihre Bedenklichkeiten um so mehr zu heben, verfehl-ten sie nicht, ihr wiederholt zu sagen, die Sache sey— wie es auch wirklich der Fall war — bloße Form»lichkeit, die ohne nachgehende, von ihrer freien Will-külw abhangende Handlungen, wirkungslos bleibe. Beialle dem war das Gesuch kaum abgesandt, als Gertrudes schon bereuete. Sparer bereuete sie wieder dieseReue und so vergingen ihr Tage und Monate in end-losim Wollen und Nichrwollen. Ihren Gefährtinnenhielt sie diesen Zustand lange Zeit verborgen, einmalaus Furcht, einem frommen Entschlüsse Widerspruchzu erregen, anderemale aus Scham, sich dadurch bloszu stellen. Endlich siegte dennnoch das Verlangennach Herzenserleichterung, Rath und Ermuthigung.Nach einer andern Regel konnte jene Prüfung nurvor sich gehen, wenn das junge Mädchen wenigstenseinen Monat außer dem Kloster, wo sie erzogen ward,verlebt hatte. Seit Absendung des Gesuchs war daSvorgeschriebcne Jahr fast schon zu Ende und man be-nachrichtigte Gertruden, daß sie binnen Kurzem wer-de aus dem Kloster nach dem väterlichen Hause abge-holt werden, in ihm diesen Monat zuzubringen unddie weiteren zu dem bereits begonnenen Werke nölhi-gen Schritte zu thun. Der Fürst und die ganzeübrige Familie betrachteten dies Alles als schon ge-schehen; die Tochter war aber anderer Meinung undbedachte, wie statt weiterer Schritte, der erste zu-rück zu thun sep. In dieser Verlegenheit beschloß